Big-Band der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule

Instrumente


Wir bilden für alle Instrumente aus. Für die Big-Bands brauchen wir Saxophone, Trompeten, Posaunen, Gitarre, Bass, Klavier und Schlagzeug. Für die Kammermusik bieten wir Unterricht für Streichinstrumente, Holzbläser und Blechbläser an. Zur Zeit arbeiten bei uns etwa ein Dutzend Instrumentallehrer, die in unseren Räumen Unterricht erteilen. Seit 1998 haben wir über 450 Instrumente, Verstärker und Geräte für die Tontechnik gekauft und erspielt, wovon der größte Teil ausgeliehen ist und die Grundlage unseres Etats bildet. Im Folgenden stehen die Erfahrungen seit 1998, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Instrumenten:

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Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass

Streichinstrumente haben wir im Schuljahr 2010/11 erstmalig eingeführt und machten unsere Erfahrungen mit den Besonderheiten der Instrumente. Die neuen Fünfer bekommen – je nach Körpergröße – 1/4,  1/2,  3/4 oder ganze Größen, egal ob Violine, Viola, Cello oder Kontrabass. Entscheidend ist die Armlänge des Kindes. Die Streicher beginnen auf der d-Saite (die gibt es immer) und spielen zunächst die erste Griffart, das heißt Leersaite mit drei Fingern + nächste Saite. Ziemlich schnell sind Fünftonmelodien in D-Dur möglich, nach kurzer Zeit auch in G-Dur und A-Dur.

Es hat sich gezeigt, dass alte Violinen aus Sachsen, Böhmen und Mittenwald (ab etwa hundert Jahren) bezahlbar zu bekommen und den neuen Modellen z.B. aus China klanglich überlegen sind – wenn sie regelmäßig gespielt wurden.  Aus diesem Grunde werden lieber alte Violinen gekauft, überholt, mit einem neuen Koffer versehen und dann an die Kinder ausgegeben. Mittlerweile haben wir über vierzig Violinen, zehn davon richtig gut und über 200 Jahre alt, darunter Stainer-Kopien und eine Löwenkopfgeige. Für diese Instrumente haben wir Carbonkästen gekauft, die bei Paganino auch bezahlbar sind.

Eine Viola haben wir am Anfang erst fortgeschrittenen Kindern gegeben, lassen aber mittlerweile Kinder dierekt mit Viola im Altschlüssel beginnen. Wir haben einige halbe und dreiviertel Violinen eine Quinte tiefer besaitet, und lassen Anfänger direkt spielen. Wir haben etwa zehn Violen von der Viertelgröße bis zur ganzen Größe mit sechzehn Zoll.

Bei den Celli hat sich gezeigt, dass es klassische Bruchstellen gibt: die Seitenwand (Zarge) eines Cellos hat in etwa die gleiche Stärke wie eine Violine, ist durch die größere Fläche aber viel instabiler. Bei unserem ersten Cello ist es bereits zu einem Schaden gekommen, dessen Reparatur auch nicht ganz billig war. Weitere Schäden waren gelöste Leimverbindungen des Griffbretts oder des Halses, die von der Versicherung nicht übernommen werden, weil kein Unfallschaden vorliegt. Ärgerlich und teuer ist es trotzdem.
Wir beginnen mit viertel und halben Größen und wechseln nach ein bis zwei Jahren auf die 3/4 Größe, ab der 8. Klasse muss es dann eine 4/4 Größe sein. Zur Zeit haben wir elf Celli, halten aber auch Reserveinstrumente vor, damit die Kinder im Schadensfall schnell Ersatz bekommen. Weil die Cellotaschen keinen wirklich guten Schutz bieten, werden wir nach und nach auf ABS-Koffer und Carbon-Koffer umsteigen – ab € 400.- ist man dabei.

Kontrabässe mieten wir bei Berndt & Marx in Chemnitz, haben aber auch schon Instrumente gekauft, weil sich dies langfristig einfach lohnt. Gegenwärtig haben wir einen Viertel-Bass, drei halbe Bässe und einen 3/4 Bass.
Kontrabässe fangen erst einmal mit einem E-Bass an und wechseln recht bald zur „Oma“, denn wenn die linke Hand nach einem Monat „weiß“ wo sie hinmuss, kann sich die rechte Hand auf die Bogenhaltung konzentrieren und dann ist es leichter. Einen elektrischen Kontrabaß haben wir auch, der ist aber nur etwas für weit Fortgeschrittene.

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Flöte

Flöten hatten wir von Anfang an, also seit 1998. Bis heute verwenden wir Bufett-Crampon-Flöten, doch wir haben auch ein paar Yamaha-Modelle. Manche Flöten haben mehr als zehn Benutzer gehabt und sind immer noch in Ordnung, weil sie regelmäßig gewartet wurden und eine neue Polsterung (die den Zeitwert des Instrumentes übersteigen kann), war bisher noch nie notwendig. Merkwürdigerweise ist die Flöte nach wie vor ein Mädcheninstrument – die paar Jungen, die seit 1998 Flöte lernten, waren bestenfalls ein Dutzend. Unserer Flöten beginnen in G-Dur und wechseln sehr schnell zu Bb-Dur – dann können sie abwechselnd mit den Streichern und den Bläsern abwechselnd zusammen spielen, weil die Übungen gleich sind.

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Klarinetten 

Unsere Klarinetten sind ebenfalls von Bufett-Crampon (B10, B12) und von Yamaha. Wir hatten mal zwanzig Klarinetten und hatten die Bestände zwischenzeitlich abgebaut, weil wir in der Big-Band kaum Verwendung für sie hatten. Mittlerweile hat sich dies wieder geändert, denn für das Chicago-Jazz-Ensemble der Mittelstufe werden wieder Klarinetten gebraucht, ebenso für das neue Symphonieorchester. Die Klarinetten beginnen in C-Dur (klingend Bb-Dur) und spielen mit allen Bläsern zusammen.

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Altsaxophon

Wir beginnen in der Saxophongruppe mit einem Alto-Satz (drei bis fünf Altos) und hoffen, dass am Ende der Fünf ein oder zwei Kinder auf Tenor umsteigen, damit der Saxophonsatz komplett ist. Außerdem haben wir ein Baritonsax, das auf einem Ständer stehend gespielt werden kann – keinem Kind ist zuzumuten, so ein großes und schweres Instrument mit sich herumzuschleppen. Wenn wir mehr Geld haben, werden wir mal ein zweites Bariton kaufen. Probleme gibt es immer am Anfang, wenn durch unsachgemäßes Zusammenbauen Klappen und Wellen verbogen werden. Neue Instrumente geben wir aus diesem Grund nie an Anfänger aus, sondern an die besten Fortgeschrittenen, die sich eins aussuchen und ihr bisheriges Instrument weitergeben.

Gute Erfahrungen machten wir mit Keilwerth, Arnolds und Jupiter in bezug auf Stimmung und Ansprache, doch manchmal wird ein Alto so tief ausgeliefert, dass man den Korken am S-Bogen neu setzen muss. Für unsere Holzabteilung ist der Spezialist Musikhaus Hartmann in Bonn. Der Inhaber, Herr Stein, hat bisher alles bezahlbar wieder hinbekommen. Die Altos beginnen in G-Dur (klingend Bb-Dur) und spielen mit allen Bläsern zusammen.

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Trompete

Die Trompeter haben es oft „leichter“, denn sie sind am schnellsten und unproblematischsten mit dem Zusammenpacken fertig. Wir verwendeten bisher am liebsten die „Sella“-Modelle von Kühnl & Hoyer, allerdings hat unser Hausreparateur Gottfried Büchel eine eigene Serie aufgelegt, die besser ist als alles, was es in dieser Preisklasse gibt (unter EUR 500.- ) und wenn wir nachkaufen, sind es Büchels Trompeten. Alle Kinder bekommen ein Gigbag, damit sie die Trompete leichter tragen können – die meisten kommen mit Bus und Bahn und da zählt jedes Gramm.

Zu Demonstrationszwecken hängt im Büro eine Trompete, bei der mal ein Ventil auf den Boden fiel, verbogen und schrottreif war (wieso werden Ventilbüchsen eigentlich nicht standardisiert, dass man in so einem Fall keine neue Trompete kaufen muss???). Häufigstes Problem ist ein festsitzendes Mundstück, weil man drauf geschlagen hat – das kostet bei uns ein Pfund Kaffee Strafe, weil ich es wieder herausdrehen muß. Die Trompeten beginnen natürlich in C-Dur (klingend Bb-Dur), aber wenn jemand vom Posaunenchor kommt, haben wir auch Material in C.

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Waldhorn und Althorn

Wir machen gerade unsere ersten Erfahrungen mit dem Althorn und die sind überaus positiv. Der gemeinsame Unterricht mit Trompeten und Posaunen funktioniert recht gut und Althorn und Altposaune schließen nun die Altlücke, die bei den B-Instrumenten immer bestand. Die kommenden Martinszüge im November 2018 werden diesmal mehr Fünfer mitlaufen als bisher, was auch daran liegt, daß die Altstimmen von Trompeten und Posaunen nicht vernünftig gespielt werden konnten. Mit Es-Instrumenten geht das prima.

Die Waldhorn-Interessenten sollten dagegen eine Zeitlang ein blechblasinstrument gespielt haben, bis sie in der Lage sind auf einem F-Horn den 4., 5. und 6. Oberton zu spielen, damit sie wissen, wo sie im Obertonbereich sind. Wir fangen mit einem F-Horn an und wer sich als hoher Hornist entpuppt, bekommt recht schnell ein Bb-Horn. Mittlerweile haben wir auch zwei Doppelhörner (F/B bzw. Bb/hoch F) für die Fortgeschrittenen.

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Posaune und Altposaune

Bei Posaunen verwenden wir Kühnl & Hoyer 134 G und Yamaha-Modelle – denn diese Instrumente halten fast ewig, wenn sie gut gepflegt werden. Meine 42er Bach (über 50 Jahre alt) ist zwar der Wunschtraum der guten Posaunist/inn/en, doch man braucht viel Glück, um eine wirklich gute zu bekommen und ich hab sie auch erst nach meinem ersten Examen von einem Musiker gekauft, der in Pension ging und sie nicht mehr brauchte. Mittlerweile kaufen wir gezielt Posaunen mit einem Quart- oder Sekundventil, damit die Kinder auch ein H spielen können – im Zusammenspiel aller Instrumente in C-Dur ist es nötig. Wir beginnen in Bb-Dur und kommen nach einem Jahr auf die Tonarten zwischen Es-Dur und C-Dur.

Auch bei den Posaunen bekommen alle Kinder ein Gigbag. Dummerweise gehen die Plastikreißverschlüsse bei den preiswerten Herstellern nach etwa sechs Monaten kaputt. Also wird einmalig für etwa 100.- ein Metallverschluß eingenäht und dann halten die Taschen etwa sechs Jahre. Hardcases sind noch keine Alternative, weil sie neu zu teuer sind.

Die Zugwartung lassen wir erst machen, wenn die Kinder nach einem halben Jahr gelernt haben, den Innenzug wie ein rohes Ei zu behandeln. Sonst wird es unbezahlbar und das erste halbe Jahr muß der Zug sowieso noch nicht perfekt laufen. Beulen sind seltsamerweise nie ein Thema gewesen – nur einmal in zwölf Jahren kam ein Tenorhorn zwischen die Messing-Schwingtüren und wurde geplättet. Nach allen möglichen Ausprobierphasen mit Zugöl und Mehrkomponenten-Fetten bin ich wieder auf das Posaunenfett „Trombotine“ (Bötel gibt es nicht mehr) gekommen – eine Tube hält etliche Jahre.

Weil wir mittlerweile Kinder haben, die von der Bratsche kommen und bereits Altschlüssel lesen können, hat sich die Gelegenheit ergeben, sie mit der Altposaune bekannt zu machen. Diese Kinder bekommen ein 15c-Mundstück, mit dem sie bei der Altposaune beim b beginnen und problemlos bis in den Altbereich (b‘ bis es“) spielen können. Der spätere Umstieg auf die Tenorposaune und das Lesen im Baßschlüssel werden vermutlich keine großen Probleme bereiten. Wir werden sehen…

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Gitarre (elektrisch)

Dieses Instrument ist nur nach Vorspiel in der geförderten Ausbildung möglich, weil es so schwierig ist. Die E-Gitarre hat mit einer akustischen Gitarre überhaupt nichts zu tun, es sind andere Griffe, andere Fingersätze, eine andere Spielhaltung und die Schwierigkeiten liegen in der Kombination von Blattspiel, Akkordbegleitung, Harmonielehre, Improvisation und dem Umgang mit den Verstärkern und den Elektronikteilen. Üblicherweise brauchen Gitarristen, die in der 5. Klasse anfangen, drei bis vier Jahre, bis sie leidlich nach Noten spielen können und damit für die Big-Band interessant sind – bislang hat dies noch keiner geschafft, weil die meisten nach zwei Jahren aufgeben….

Wir beginnen in der V. Lage (Bb-Dur) und die Gitarristen lernen mit den Bassisten und Blechbläsern zusammen. Dadurch lernen sie von Anfang an nach Noten zu spielen, was keine Selbstverständlichkeit ist. Das Stimmen übernehme ich das erste Jahr immer selber, irgendwann danach können  es die Kinder selbst. Stimmgeräte ohne Autotune-Funktion sind ihr Geld nicht wert, denn es reißen zu viele Saiten.

Gitarren kaufen wir gebraucht (mit altem Holz) und vervollständigen sie dann mit guten Pickups (eigene Geheimwissenschaft) oder besserer Hardware (Mechanik, vernünftige Stege), denn wenn das Holz gut ist, lohnt es sich auch, eine gute Elektronik einzubauen. Bevorzugte Modelle sind der Typ Stratocaster und Telecaster, gerne nehmen wir aber auch alte DDR-Gitarren und Höfner-Instrumente, weil das Holz früher so gut war. Bei E-Gitarren schraubt man sowieso immer herum wie beim VW-Käfer früher, man kann schnell und leicht reparieren und die Kinder lernen irgendwann die Technik zu begreifen. Wir haben eine gute Tokai und eine ALX aus den 80ern, eine alte Yamaha von 1978, viel Marathon aus den 90ern, Johnson, neues amerikanisches, mittleres japanisches und altes deutsches Zeug – zum Hörvergleich nehme ich immer meine alte Fender-Strat (1977). Unsere „Hertiecaster“-Modelle (sie heißen so, weil sie in den 1970er Jahren dort verkauft wurden) wollen wir aber lieber an nostalgische Sammler verkaufen.

Nachdem ich wider besseres Wissen dieses Jahr wieder sechs Gitarristen aufgenommen hatte, werde ich es im kommenden Schuljahr nicht tun – es zerrt zu sehr an den Nerven und es kommt weniger rum als bei den Bläsern, weil unsere bisherigen Zehnjährigen in der Feinmotorik einfach noch nicht so weit waren, wie sie hätten sein müssen. Wer E-Gitarre nicht täglich übt, hat keine Chance es zu lernen. Violine ist da erheblich leichter.

Getrödelt und gespendet bekommen haben wir einige kleinere Verstärker: Fender Frontman, diverse Transistor Marshalls und kleine Vöxe (10 W). Für die Konzerte gibt es auch Besseres: Fender Princeton (1985), Musik Man RD 65 (1982), Marshall Vintage modern (2010) jeweils in Cases und bei Konzerten wird benutzt, was am besten passt. Einen JTM 45 als Replik werden wir irgendwann mal anschaffen – original ist er nicht zu bezahlen.

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Bass

Beim Bass beginnen wir seit 2008 erst auf kurzen Modellen (short scale) mit Bünden, nach einem halben bis ganzen Jahr wechseln die Kinder dann auf einen  4- oder 5-Saiter ohne Bünde (fretless).  Wenn man bei einem Fünfsaiter das Spiel  in der V. Lage beginnt, stellt sich auch nicht das Problem des tiefen „F“ und die Lage der Töne wird – wie beim Violinunterricht – mit Klebepunkten markiert. Für kurze Arme haben wir kleinere Größen und so kommen die Kinder auch hier an alle wichtigen Töne. Auf dem bundlosen Bass kann man übrigens problemlos die Stimmungsdifferenzen ausgleichen, wenn man hört, wo man greifen muß. Von Warwick gibt es ein bezahlbares Modell, das recht gut ist, aber wir haben auch Viersaiter. Ein Sechssaiter ist sowieso nichts für Anfänger. Wenn die Bass-Kinder  von Anfang an nach Gehör spielen – wie es die Posaunisten ja auch lernen – , gibt es später weniger Probleme bei der Intonation zwischen temperierter Stimmung (Tasten und Gitarren) und reiner Stimmung (alle Bläser).

An Verstärkern haben wir gehobenen Standard: Ampeg, Warwick, Eden, Trace-Eliot, Genz-Benz, Green-Audio – Kenner wissen, was das ist. Zum Üben kriegen die Kinder einen Warwick Blue Cab – das reicht vollauf.

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Schlagzeug  und Percussion

Schlagzeug ist eines der schwersten Instrumente und daher haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die meisten nicht genug Durchhaltevermögen besitzen, um bis zur Unterstufen-Big-Band durchzuhalten. In den letzten fünfzehn Jahren waren es drei Kinder, die glatt in die Big-Band einsteigen konnten und dort auch blieben. Natürlich kann man bei uns auch Schlagzeug lernen, aber dies findet nicht mehr auf der Orchesterschiene statt, sondern in einer privaten Kleingruppe.

Die Drum-Sets leihen wir als Übungsset an unsere Schüler aus – normalerweise von einer vernünftigen Marke (Tama, Sonor, Pearl, Yamaha oder vergleichbar): Bassdrum 16″ bis 20″,  Snare in 13″ oder 14″, zwei bis drei Toms zwischen 8″ und 16″. Die Becken kommen meistens von Paiste: 14″ HH, 14″ Crash, 16″Ridebecken, möglichst aus der gleichen Serien (2000 blau, 2002 rot etc.) Zum Üben reicht es, die Kinderzimmer werden nicht so voll und das Set ist den meisten Elektro-Sets überlegen und taugt auch für Auftritte.

Im Schlagzeugraum stehen fünf komplette Sets in Standardkonfiguration (BD, SN, HH, HT1, HT2, ST, Crash und Ride), im Probenraum ein Jazz- und ein Rock-Set und das Konzertset hat einen Beckensatz aus den 70er Jahren (Formula 602 – für Kenner).

Die Erfahrung zeigt, dass es keinen Sinn macht, bei Schlagzeugen etwas anderes zu verwenden als die großen Marken und im Laufe der Jahre haben wir ganze Beckensätze zusammenstellen können: Rock, Jazz, 70er – da merken die Schüler auf einmal, wie die Sounds zusammenkommen und der Unterschied ist wirklich deutlich. Für die Hi-Hats kaufen wir nur noch die polnischen „Fame“-Maschinen, da kommt an Stabilität und Qualität in der Preisklasse bis 100.- keine andere Marke mit. Mittlerweile haben wir über 25 Drum-Sets – den größten Teil davon verliehen. Unser Highlight ist ein klitzekleines Kinderschlagzeug, das wir mit vernünftiger Hardware bestückt haben und das für Kinder bis 1,50 m ideal ist: 14″ BD, 10″ SN, 8″, 10″und 12″ Toms und eine gekürzte Hi-Hat.

Fehlende Ersatzeile können wir problemlos bei eBay vervollständigen oder nachbestellen und gute Markenteile gehen einfach nicht kaputt. Ersatzfelle, schrauben und -schlüssel liegen immer im Schrank und wer Dellen in die Felle haut, muß sie ersetzen.

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Akustische Gitarren haben im Bandbereich keine Chance, die nehmen wir für die Gitarren-AGs, wo man nicht über die V. Lage kommt, außerdem haben wir eine Abteilung Steel-string, in der Blues in offenen Stimmungen und  Bottleneck unterrichtet wird – ohne Noten. Kleinere Kinder bekommen 3/4-Instrumente, die etwas handlicher sind und eine Tasche – keinen Koffer.

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Klavier/Synthesizer

Die Pianisten sollten bereits Klavierunterricht gehabt haben, so dass sie sich auf die Beherrschung von Sampler und MIDI konzentrieren können, sonst kriegen sie nicht die Kurve. Jeder aus dem Rhythmus lernt, sich selber zu verkabeln und auch die Bläser haben ihre Aufgaben bei Auf- und Abbau der Rhythmusgruppe. Die MIDI-Tastatur ist nicht das Problem, sondern die Bedienung der Sampler, denn die digitalen Geräte sind für Zehnjährige nicht zu durchschauen und alte (einfache) Sampler muß man trödeln und sehr pfleglich behandeln (Boss Dr. Synth, Roland Juno 106, Emu Esi 32 oder Ähnliches von Kurzweil und Akai). Die heute übliche Laptop-Lösung der Profis taugt nicht für Kinder, für die ist es schon schwer genug das richtige Netzteil für das Keyboard zu finden und darum steht auf jedem Netzteil ob es Gleichstrom (gelb) oder Wechselstrom (rot) liefert, außerdem die Beschreibung, wohin es gehört. Ein falsch angeschlossenes Netzteil erzeugt etwa EUR 100.- Reparaturkosten.

Außerdem stehen drei Flügel, acht Klaviere, zwei E-Pianos, einige Keyboards und zwei Heimorgeln über die ganze Schule verteilt, teilweise stehen sie sogar in Klassenräumen. Nach wie vor suchen wir günstige und gute Klaviere, damit irgendwann mal in jedem Jahrgang ein Instrument stehen kann.

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