Big-Band der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule

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Weihnachten 2014

Das Motto des Konzertes - auch Weihnachtsmänner wollen mal etwas Anderes hören

Das Motto des Konzertes – auch Weihnachtsmänner wollen mal etwas Anderes hören

Es hat mal Zeiten gegeben, da haben wir allein in den vier Wochen der Adventszeit zwanzig Auftritte gehabt. Doch die Stadt Bonn hat seit Jahren die Bühnenprogramme des Weihnachtsmarkts gestrichen und die Gewerbegemeinschaften haben seit der Katastrophe der Love-Parade so viele Auflagen, die sie erfüllen müssen, dass sie nicht mehr das Risiko einer Bühnenveranstaltung eingehen. Aus diesem Grund spielen wir nur noch den Weihnachtsmarkt in Duisdorf (auf den Treppen der Kirche) und unser eigenes Konzert in der Schule.
Ein paar Tage vor dem Duisdorfer Weihnachtsmarkt Ende November, war noch nicht klar, wie wir spielen würden, weil wir einen kräftigen Aderlass der besten Musiker hinnehmen mussten, die uns aus verschiedenen Gründen verlassen, sei es zum Musikstudium, für andere Bands oder aus anderen Gründen. Kurzfristig haben wir aus unserem Nachwuchs einige ausgewählt, die nun mitspielen und bis wir wieder in alter Qualität spielen können, wird wohl ein halbes Jahr vergehen. Aus diesem Grund hatten wir auch das Konzert in der Bundeskunsthalle absagen müssen, trafen aber auf das volle Verständnis der anderen, die auch schon so etwas erlebt haben.

In Duisdorf konnten wir uns mit dem Nachwuchs bereits ganz gut aus der Lage retten und weil wir am 14.12. jetzt nur noch ein Konzert spielen mussten (die Jazzmatinee war nämlich auch noch auf diesen Tag gerutscht), konnten wir uns gezielt vorbereiten.

Weihnachtskonzert 14.12.2014

Den Anfang machten Schülerinnen der Violinklasse Julia Ecker (Lahja Hemminger, Larissa Bendix, Julia Eckert, Jana Chung), die die ersten beiden Sätze des „Concerto á 4 Violini“ von Georg Philipp Telemann spielten, das Largo und das Allegro

Danach standen alle Streicher der Schule – mit den Nachwuchsstreichern waren es ca. 30 Personen) auf der Bühne und spielten einige Weihnachtslieder, danach noch „Pomp and Circumstances“ von Edward Elgar und eine Fanfare.

Nun war die ESG-Gitarrengruppe an der Reihe (Vanessa und Viktoria Dziekan, Milena Willner, Fridolin Fuchs, Jasmin Eliadzik), die unter der Leitung von Jürgen Bieler drei internationale Weihnachtslieder spielten: „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ (Michael Pretorias), „Wonder As I Wender“ (aus den Apalachen, USA) und „ Bell‘ astre que j’ardore“ (aus Frankreich).

Das Gitarrenensemble unter Jürgen Bieler Foto: Orchester

Das Gitarrenensemble unter Jürgen Bieler
Foto: Orchester

Nach einem kurzen Umbau spielten die Blechbläser Gruppen der ESD (Leitung Julia Dams und Martin Schlu) ebenfalls einige Weihnachtslieder,

die Blechbläser der Unterstufe

bevor Anna Schüller drei Lieder darbot und dabei von Martin Schlu am Flügel begleitet wurde ( „Amazing Grace“, Humperdincks „Abendsegen“ und „Der kleine Stern“), während  Anna abwechselnd Violine spielte und sang.

Anna Schüller

Anna Schüller

Eine halbstündige Pause schaffte Zeit für Umbau und Verkauf von Weihnachtsgebäck und ergab am Ende einen  Überschuss, der – wenn schon nicht für ein Instrument – ungefähr für einen Koffer ausreicht.  Alles hilft uns, was den Instrumentenbestand stabil hält.

Nach der Pause zeigte die Mini-Big-Band  der siebten Klasse (Ltg. Oleh Pryyddun), wie erfolgversprechend die neue Big-Band der Schule ist. Mit einer unkonventionellen Besetzung überzeugte sie mit einem Bossa Nova.

Die aktuelle Mittelstufen-Big-Band der siebten Klasse. Foto: Orchester

Die aktuelle Mittelstufen-Big-Band der siebten Klasse.
Foto: Orchester

Das Lehrerensemble (Oleh Pryyddun (Tenor) Martin Schlu (Bass), Julia Dams (Klavier) spielte zunächst von J.S.Bach zwei zweistimmige Inventionen – c-moll (BWV 775) und a.moll (BWV 784) wobei das Tenorsax die rechte Hand übernahm und der E-Bass die linke Hand. Anschließend gab es noch K. Dorhams „Blue Bossa“ und Paul Desmonds „Take Five“

Das Lehrer-Trio: Martin Schlu, Ole Ryyddun und Julia Dams (von links) Foto: Orchester

Das Lehrer-Trio: Martin Schlu, Ole Ryyddun und Julia Dams (von links)
Foto: Orchester

Der vorletzte Programmpunkt war die Big-Band Brassrock, die bereits mit Teilen des Nachwuchses auftreten konnte. Neu dabei sind Felix Kettenhoven (5. Kl.) , Maxim Khan (8. Klasse) und Laura Amedick (10. Klasse). Gespielt wurden leichte und mittelschwere Titel (Night Train, Birdland, Dance Begun‘ Dance, Back Street Blues).

Brassrock in der Neubesetzung 2014 Foto: Orchester

Die Big-Band „Brassrock“ 
Foto: Orchester

Den Schluss machte die Rock-Band The Pigeons, die beim diesjährigen Wettbewerbs „Toys 2 Masters“ einen fulminanten 3. Platz unter 110 Bands und zweitbeste Band der Region NRW wurden. Die Pigeons spielten ihr Gewinner-Set und hatten erfreulich viele Band unter den Konzertbesucher.

The Pigeons 2014 Foto: Martin Schlu

The Pigeons 2014
Foto: Martin Schlu

 

 

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Martinszüge 2014

Für jeden Tag gibt es einen Laufplan, der an der Tür des Orchesterbüros hängt.  Foto: Martin Schlu © 2014

Für jeden Tag gibt es einen Laufplan, der an der Tür des Orchesterbüros hängt.
Foto: Martin Schlu © 2014

Im Vorfeld sind Ende Oktober bereits 27 Kapellen bestellt worden – soviel wie noch nie – und das Einzugsgebiet unserer Martinskapellen umfasst dieses Jahr die Bonner Innenstadt, Beuel, Vilich, Kessenich, Dottendorf, Pennenfeld, Rheinbach, Meckenheim, Remagen, Sankt Augustin und diverse Kindergärten und Grundschulen zwischen Kessenich und Lannesdorf, in denen unsere Kinder gewesen sind und wo sie natürlich auch spielen wollen. Etliche Noten wurden neu erstellt und bereits im Sommer habe ich mit dem Stadtdechanten zusammen gesessen und wir haben gemeinsam ein Liederheft für die Bonner Schulen geplant, das Ende Oktober alle Schulen mit zwei Klassensätzen bekommen haben. Die Verlage haben zugestimmt, dass die Lieder im Internet veröffentlich werden und so wird man dieses Jahr mit den meisten Kapellen zusammen spielen können, weil ja alle die gleichen Sätze haben. Außerdem haben wir die Zeit nach den Ferien damit verbracht mit den neuen Orchesterkindern zu üben und so sehen wir dem Novemberanfang ganz gelassen entgegen. Für den ersten Tag, einen Kindergartenzug, habe ich mir frei genommen, weil ich mit meiner Tochter endlich mal ein Möbelpaket aus dem Laden mit den vier Buchstaben zusammenbauen will und für einen Kindergarten reichen  auch vier Bläser und eine Trommel.

Erster Tag: Am Montag (3.11.) bin ich gerade bei meiner Tochter angekommen, als das Handy zappelt. Peter (Schlagzeug) ist zwar in Dottendorf, wo der Kindergarten ist, aber er ist an der falschen Stelle. Ich erkläre ihm, wo er hin muss, stelle fest, dass er nix zum Trommeln hat und rufe Marek an, dessen Mutter ja auf dem Weg in die Schule ist und die Trommel mitnehmen kann. Gerade hab eich mir einen Schraubenzieher geholt, da meldet sich Peter wieder: Er ist am falschen Kindergarten und ob ich mit der Trommel Bescheid gesagt habe….

Etwas genervt beschreibe ich ihm noch einmal, wo er hin muss und lege auf. Sofort geht das Telefon wieder und Marek sagt, sie hätten zwar eine Trommel, aber die falsche und es wäre Stau und die Mutter könnte nicht noch einmal fahren. Im 4. Telefonat gebe ich Peter die Adresse durch, im 5.Telefonat sagt Marek, dass Peter noch nicht da ist, obwohl es gleich los ginge. Es erfolgt noch ein 6. und 7.Telefonat und als Peter um kurz vor sechs endlich am Kindergarten ist, sind die Kinder und Eltern bereits losgegangen – ohne ihn und ohne eine Trommel. Ich atme tief durch und sage ihm, er solle besser nach Hause gehen und vielleicht morgen im Büro mal einen Laufplan und eine Trommel abholen. Zwischen sieben Telefonaten in einer halben Stunde ist trotzdem noch der Schrank fertig geworden – ein kleines Wunder.

Zweiter Tag: Am Dienstag (4.11.) beginnt es morgens zu regnen und es hört auch nicht mehr auf. Kurz vor zwölf hole ich einen Kleinbus ab, denn ich werde mit etwa zehn Leuten in ein Heim für schwerstbehinderte Kinder fahren, damit der Martinszug zu ihnen kommt. Eine andere Besetzung wird unterdessen in Ippendorf die Grundschulkinder bespielen. Am Mittag ist noch eine Konferenz für den am Samstag stattfindenden Tag der offenen Tür angesetzt und die hört einfach nicht auf, so dass wir erst um halb fünf wegkommen. Doch alle sind da, wir steigen ein und fahren ab.

Drei Kinder wohnen in Meckenheim, sind schon um eins nach Hause gefahren und werden direkt ins Kinderheim kommen. Es ist nur wenig Stau in Pech und so sind wir um fünf Uhr da (losgehen soll es um halb sechs). Der Regen ist mittlerweile stärker geworden und die Heimleitung beschließt darum sofort zu starten. Also starten wir, machen wegen des Wetters nur eine kleine Notrunde durch den Wald und sind um halb sechs wieder am Heim. Nun sollen wir noch bei einem gemütlichen Beisammensein spielen, was etwas ungemütlich wird, weil alle klatschnass sind und so wird die Holzwerkstatt aufgeschlossen, wir tröten noch ein paar Lieder und da kommen endlich die drei fehlenden Kinder (die pünktlich gewesen wären, wenn wir auch später gestartet hätten..) C’est la vie. Kaum sind wir wieder im Bus auf dem Weg zur Schule, hört der Regen auf – in Vilich war es wohl ähnlich.

Dritter Tag: Am heutigen Mittwoch (5.11.) sind drei Kapellen angesetzt, zwei in Vilich auf dem Stadtteilzug, die dritte in Sankt Augustin-Mülldorf. Schnell werden noch Rechnungen geschrieben und die Verträge für 2015 und 2016 ausgedruckt, die nach Vilich mit gegeben werden – es erspart Hektik kurz vor dem Beginn der Züge, wenn man rechtzeitig weiß, welche Kapelle wann wo sein sein soll. Spätestens um vier sollten wir fahren und weil wir dieses Mal nach St. Augustin müssen, ist eine halbe Stunde nicht zu knapp kalkuliert. Gerade als wir los wollen, kommt ein sonst sehr netter Kollege  und braucht unbedingt eine Tonanlage und bis ich ihm ungefähr beschrieben habe, wo was steht und was er benutzen kann, ist eine Viertelstunde weg, ich bin etwas genervt und der Zeitplan ist für die Katz.  Also kommen wir auf den letzten Drücker (am nächsten Tag wird mir der Kollege sagen, dass ihm ein paar Teile gefehlt haben und sie es ohne Tonanlage gemacht haben). Der Kindergarten ist rundum vergittert (Problemgegend?) und wir sollen nur drei Lieder spielen, weil die vielen Migrantenkinder nur drei Lieder können. Jetzt stellt sich heraus, dass wir zwar zwei Trommeln haben, aber nur einen Tragegurt. Also rücken Jens und ich unsere Hosengürtel raus, basteln daraus für Jana einen Tragegurt und im Kindergarten findet sich noch ein Trommelknüppel. Musiker können halt improvisieren. Als der Zug losgeht, fängt es an zu regnen und so wird es eine kleine Runde um den Block. Der Sankt Martin hat aus Sparsamkeitsgründen auch kein Pferd und geht zu Fuß. Schön ist es trotzdem. Auch Vilich war feucht, aber die dortige Kapellen müssen gut gespielt haben, weil am nächsten Tag bereits die Buchung für 2015 kommt.

Vierter Tag: Am Donnerstag (6.11.) ist alles vergessen. In Beuel kommt die Sonne durch, es ist trocken und wir sollen auf dem großen Innenstadtzug zwei mittlere Kapellen stellen. Das KFG (Beueler Gymnasium) ist mit zwei Kapellen zu etwa achtzig Musikern vertreten und die könnten den Zug mit etwa 4.000 Kindern auch alleine spielen. Man kennt sich, hält einen Klönschnack nach dem anderen und es ist alles sehr familiär. Wir werden mit acht Leuten den Zug eröffnen und eine kleinere Kapelle wird am Ende spielen. Im Stadion sollen sich alle Kapellen treffen und dann gemeinsam am Feuer spielen. Kurz vor Zugbeginn drückt mir der Zugleiter die Buchung für 2015 in die Hand.

In Beuel treffen wir uns im Hellen -  wenn wir im Stadion ankommen, wird es stockdunkel sein. Foto: Martin Schlu @ 2014
In Beuel treffen wir uns im Hellen – wenn wir im Stadion ankommen, wird es stockdunkel sein.
Foto: Martin Schlu @ 2014

Dieses Mal hat der Sankt Martin wieder ein Pferd (letztes Jahr war es im Transporter auf der Autobahn liegengeblieben und Martin musste laufen). Der Zug geht über die Beueler Hauptstraße und endet im Stadion. Wir gehen hinein, spielen mit unseren paar Musikern und dem Chor der Realschule Martinslieder bis zu Abwinken und warten immer auf die KFG-Bläser, doch die kommen nicht. Bis unsere zweite Kapelle kommt, dauert es und bis alles vorbei ist, ist es sieben Uhr durch. Als ich zu Hause bin, fängt gerade die Tagesschau an.

Fünfter Tag: Am Freitag (7.11.) sind zwei Kapellen in Kessenich angesagt und eine in Remagen. Wir haben in den Laufplänen genau aufgeschrieben, wer in welche Kapelle soll, wer welche Trommel einpackt und mitnimmt (siehe Montag) und wer als Kapellenleiter zu sagen hat. Meine Kapelle sieht recht groß aus und klingt auch gut. Später weiß ich, warum – zwei Altsaxe hätten eigentlich in die andere Kapelle gesollt, waren bei mir (mir ist es nicht aufgefallen) und haben natürlich in ihrer Kapelle gefehlt. Peter sagt, es wäre nicht doll gewesen, aber den Leuten hätte es gefallen.  Das Highlight ist das Zusammenspiel mit der Musikschulkapelle – insgesamt dreißig Kinder klingen einfach gut. Auch die Remagener sind zufrieden und wollen wieder buchen – die Kessenicher werden es noch tun.

Doe Saxophongruppe einer Kapelle in Kessenich. Foto: Friedhelm Gördes@2014
Die Saxophongruppe einer Kapelle in Kessenich.
Foto: Friedhelm Gördes@2014

Sechster Tag: Der Samstag (8.11.) bringt erst sechs Stunden Schule, weil wir Tag der offenen Tür haben und danach zwei Dorfzüge im Godesberger Ländchen: In Gimmersdorf hat der Kollege L. einen Sohn im Kindergarten, die brauchen eine vernünftige Kapelle und in Ramershoven bei Rheinbach hat die Feuerwehr ebenfalls um eine Kapelle gebeten. Leider haben wir nur einen Schlagzeuger. Den schicken wir nach Gimmersdorf und für Ramershoven packen wir zwei Trommeln ein und hoffen auf spontane Hilfe. Die funktioniert auch – Maxim spielt nicht Posaune, sondern kriegt die Snare (Marschtrommel) umgehängt und der Papa kriegt einen Crashkurs in „decke Trumm“ (lang – lang – kurz, kurz, lang), bevor uns die Feuerwehr zum Start in das Nachbardorf Peppenhoven fährt.

Schlagzeug und Bläser sind nun zusammen und es klingt. Foto: Angela Bahners @ 2014
Schlagzeug und Bläser sind nun zusammen und es klingt.
Foto: Angela Bahners @ 2014

Es klappt beim Start leidlich, aber manchmal sind Kapelle und Schlagzeug so auseinander, daß man vor Kichern kaum noch spielen kann und es herrscht allgemeine Heiterkeit. Übrigens haben beim Start in Peppenhoven die Musiker und die Feuerwehr noch die Mehrheit gegenüber den Kindern, doch es gibt viele Zwischenstops und bei jedem Stop kommen ein Dutzend Kinder aus den umliegenden Häusern dazu. Als wir nach vier oder fünf Kilometern wieder in Ramershoven sind, haben die Schlagzeuger begriffen, wie es geht, es sind knapp hundert Kinder geworden und es gibt für jeden von uns noch einen Wecken. Im nächsten Jahr sollen wir wiederkommen.

Siebter Tag: Nein, am Sonntag ist zum Glück spielfrei, aber weil heute der 25. Jahrestag des Mauerfalls ist, weiß ich natürlich auch, wo ich den ersten Bericht über Menschenmassen an der Berliner Mauer gehört habe. Es war an Bord der „Rheinnixe“, der Fähre zwischen Bonn und Beuel und ich kam gerade vom Martinszug durch die Bonner Innenstadt…. Morgen sind wir auch dort.

Achter Tag: Am Montag (10.11.) ist die Bonner Innenstadt mit zwei Kapellen angesagt, außerdem haben die Venusberger eine Kapelle gebucht. Im Vorfeld haben wir schon gesagt, dass der Innenstadtzug Priorität hat, weil ich im Sommer bereits mit dem Stadtdechanten Lieder ausgesucht und eine Grobplanung auf den Weg gebracht habe und daß am Zugende alle Kapellen mit ca. 100 Mann zusammenspielen sollen, ist auch schon klar. Also schicken wir 25 Musiker nach Bonn und eine mittlere Kapelle auf den Venusberg.

Zwei Autos können wir in der Nähe des Hofgartens am benachbarten Albertinum parken, laden Trommeln und Instrumente aus und sind um fünf spielbereit vor der Uni. Mit den anderen Kapellenleiztern verständige ich mich kurz über das Finale am Rathaus und dann geht der Zug auch schon los. Schneller als sonst sind wir am Rathaus (in der Innenstadrt sind viele Baustellen, so dass der Zzugweg geändert wurde) und so sind wir nach einer guten hakben Stunde bereist am Ziel. das Feuer brennt, Sankt Martin reitet und nach und nach füllt sich die Rathaustreppe mit Bläsern: Die Wormersdorfer Spielmanskapelle, die Burgbläser Rheinbreitbach, die Beueler Stadtsoldaten, das KFG-Orchester und unsere Mannschaft. Dass ich 100 Mann dirigieren soll, wußte ich schon – dass es hinterher 150 Musiker sind, freut aber unglaublich und der Klang ist einfach toll. Nach fünf Strophen Sankt Martin ist Schluss. „Habt Ihr denn auch Weckmänner gekriegt?“ fragt der Stadtdechant und als ich sage, die wären schon weg gewesen, verspricht er, uns zwei Kisten in die Schule zu schicken (was am nächsten Tag auch passiert ist). Danke schön, Monsignore Schumacher!

Die Martinslaternen auf dem Bonner Marktplatz. Foto: Arnulf Marquart-Kuron@2014
Die Martinslaternen auf dem Bonner Marktplatz.
Foto: Arnulf Marquart-Kuron@2014

Neunter Tag: Am Dienstag (11.11.) ist nicht nur Karnevalsanfang, Martinstag und der Kessenicher Zug der Till-Eulenspiegel-Schule, sondern auch Elternsprechtag, so dass ich nach dem Unterricht noch von zwei bis halb acht in der Schule bin. Zwei Kapellen finden also ohne mich statt, aber das klappt auch. Die Till-Eulenspiegel-Schule in Kessenich braucht immer zwei Kapellen, weil sie so viele Schüler haben und am Ende kriegen die kleinen und die großen Kinder Kinderpunsch und Weckmänner.

Zehnter Tag: Am Mittwoch (12.11.) sind wir in Dottendorf. Dort stellen wir zwei Kapellen mit etwa 25 Musikern und treffen wieder jede Menge Bekannte, u.a. Lother Reiche-Ebert und seine Musikschüler. Wieder spielen wir am Feuer zusammen und es macht Spaß, bis der Regen anfängt. Ratzfatz ist die Wiese vermatscht und meine Schuhe sehen danach aus wie Sau. Trommeln und Instrumente trocknen danach in der Schule.

Elfter Tag: Am Donnerstag (13.11.) haben wir zwei Kindergärten, (Innenstadt und Rheinaue/Studentenwerk) und einen Zug in der Lannesdorfer Grundschule. Pro Kapelle haben wir etwa zehn Musiker, die anderen zwanzig haben spielfrei und einige sind krank. Die Lyngsbergschule hatte uns ein paar Jahre nicht gebucht, weil es zeitlich nicht paßte, doch sie freuen sich, daß wir jetzt da sind und fragen direkt für 2015 nach.

Der Kindergarten in der Innenstadt hat aiuch ein großes Martinsfeuer. Foto: privat@2014

Der Kindergarten in der Innenstadt hat aiuch ein großes Martinsfeuer.
Foto: privat@2014

Zwölfter Tag: Am Freitag (14.11.) sind wir in bei der Telekom in Beuel. Die haben für Ihre tausende Mitarbeiter eine Kindertagestätte und das ist einer der ganz süßen Züge: kleine, staunende Kinder, leises Gekrähe bei einigen Liedern und jede Menge Eltern, die ihre Kinder begleiten. Die Eltern haben die Mehrheit bei dem Zug und während ihre Kinder singen, werden bestimmt nebenbei noch geschäftliche Dinge erledigt.

Die Telekom-Strolche staunen über die Musiker Foto: Paap© 2014

Die Telekom-Strolche staunen über die Musiker
Foto: Paap© 2014

 

Dreizehnter Tag: Am Samstag (15.11.) ist das Finale in Schweinheim. Etwa ein Dutzend Musiker laufen auf diesem Zug in einer Kapelle und es geht ständig bergauf und bergab, so daß ich dort mit der Tuba schon öfter aus der Puste gekommen bin – diesen Termin schenke ich mir also und kümmere mich an diesem Abend lieber um das Enkelchen. Trotzdem ruft ein Felix um halb fünf an und ist ganz verunsichert, weil er schon Kinder mit Laternen gesehen hat, die nach Hause gegangen sind. Nein, Schweinheim ist immer spät und vor sechs Uhr passiert da nicht viel.

Nun ist Schluß – nach dreizehn Tagen mit zwanzig Zügen und siebenundzwanzig Kapellen mit insgesamt fünfzig Musikern wissen wir, was wir getan haben. Im nächsten Jahr haben alle Trommeln das Schullogo und die Webadresse aufgedruckt – eine Reklame für die Schule sind wir immer. Übrigens haben es unsere Sätze bis nach Karlsruhe geschafft, dort hat eine ortansässige Big-Band sie auf dem zentralen Zug gespielt und uns dafür drei Lieder geschickt, die wir noch nicht kannten.

http://www.ka-nordweststadt.de/bilder/st-martin-2014/

(Martin Schlu)

Links für das nächste Jahr:

Repertoireliste – Martinszugvertrag – Planungsdatei

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21. September 2014, Jazz im Kastaniengarten

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Der „Jazz im Kastaniengarten“ ist seit Jahren neben der Matinée in der Bundeskunsthalle, wo sich die Bonner Big-Bands treffen und gegenseitig vergleichen. Nachdem im Vorjahr der General-Anzeiger eine – relativ teure – Soundfirma verpflichtet hatte, deren Ergebnis nicht so doll klang, hatten wir dieses Jahr unsere P.A. für alle zur Verfügung gestellt – und es klang besser. Es gab dieses Mal eine Grundeinstellung und vier Mikros für die Solisten, die für ihre Soli einen Schritt nach vorne gingen – fertig. Es hat sich gezeigt, daß das Niveau der beteiligten Big-Bands abermals gestiegen ist, es gab keine Band, die nur mittelprächtig gespielt hat und es war eine gelungene Veranstaltung. Leider wird es im nächsten Jahr den Kastaniengarten so nicht mehr geben, weil es an dieser Stelle eine Hotelerweiterung des „Dreesen“ geben wird. Wo und wie die Herbst-Matinée im nächsten September stattfinden wird, ist noch offen. Solveig Palm von „Ludwig van B.“ wird aber sicher noch etwas einfallen.

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Gespielt habenLara Heidenreich (Flöte); Lea Kuron, Nils Eckert, Maxi Adams (Alto); Jonas Görg, Laura-Maria Piakowski (Tenor); Arnulf Marquart-Kuron (Bariton), Timm Adams, Claudia Güldenring, Sahel Kashefi und Marek Hauschild (Trompeten); Martin Schlu, Philipp Debus und Malte Gordemann (Posaunen); Alex Roth (Bass und Gesang); Johannes Weber (Gitarre), Jens Eckert (Keyboards); Yannik Bauer und Peter Schenke (Schlagzeug und Percussion).

Gespielt wurde:  Birdland ( Joe Zawinul/Victor Lopez); Hay Burner (Sammy Nestico), Nice ’n Easy-Blues (Bob Mintzer), Two Seconds To Midnight (Alan Baylock), Blues In The Night (Harold Arlen,Johnny Mercer / Martin Schlu), Summer In The City (Boone, Sebastian/ Martin Schlu), Backrow Politics (Gordon Goodwin).

Fotos: Julia Woelke © 2014

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14. September 2014, Burgfest Kommende Ramersdorf

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Vor einigen Monaten wurden wir gefragt, ob wir auch Blechbläser haben und als Big-Band haben wir natürlich Blechbläser. Hier ging es darum, ob wir mit einer kleinen Besetzung Renaissancemusik halbwegs stilecht vom Balkon des Rammersdorfer Kommende -Schlößchen spielen würden. Also haben wir ein Blechbläserensemble gegründet, geprobt und hatten zwanzig Minuten Repertoire zwischen  Pierre Phalése und Michael Praetorius. Stilecht wurde mit einer Landsknechtstrommel (bzw. einem Standtom) der Rhythmus unterlegt und zu den Klängen von „Allemande Bruynsmejdelijn“ fuhr eine Prinzessiin (die LiKüRa-Prinzessin) stilecht in einem alten Ford T vor und stieg mit ihrer Apanage aus. Die Böllerschützen feuerten ihre Pistolen ab und man hatte einen Hauch von Vorstellung, wie man sich als bessere Herrschaft früher hat feiern lassen. Schwups, schon wieder hat sich ein Ensemble etabliert: Das Godesberger Blechbläserensemble der ESG ist ab sofort zu buchen.

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Gespielt haben (von links:) Martin Schlu (Pos.), Julia Dams (Trp.), ein netter Gast aus dem Sauerland (Trp.), Bertram Tihon (Trp.), Anna-Kira Westphalen (Pos.), Klaus Hambitzer (Pos.).

Fotos: Mutter Tihon © 2014

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12. September 2014 Festumzug Pützchens Markt

Mittlerweile ist es Tradition, daß wir den Historischen  Festumzug zur Eröffnung des Pützchens Markt begleiten. Wir waren im Prinzip von Anfang an dabei und haben erlebt, wie aus kleinen Anfängen nach vier Jahren Kult geworden ist. So eine Vielzahl von historischen Traktoren und Zugmaschinen gibt es nicht oft zu sehen und da ist es Ehrensache zu kommen, wenn die Beueler rufen. Weil sie oft rufen, scheinen wir in Beuel bekannter zu sein als in Godesberg – kleine Kommentare wie „Da kommt Brassrock!“ oder „..das sind Musiker von Brassrock“ tun einfach gut. Punkt.

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Natürlich macht es Spaß – auch wenn man nie hundertprozentig weiß, ob das Stromaggregat durchhält (es hat durchgehalten), ob der Sprit reicht (er reicht für drei Stunden) und die vielen kleinen „Wenn“s sind vergessen, wenn der Zug erst einmal läuft. Wir haben wie immer zwei Stunden durchgespielt, wurden wieder sehr gelobt und haben jede Menge Bekannte getroffen – von hier aus einen lieben Gruß an „Schäng“ und die Beueler Organisation.

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Dabei waren: Sören Meyer und Kerim Chohan (Technik), Alex Roth (Baß), Anna-Kira Westphalen (Posaune), Lea Kuron, Arnulf Marquart-Kuron und Lara Heidenreich (Alto), Jonas Görg (Tenor), Martin Schlu (Gitarre), Yannik Bauer und Peter Schenke (Schlagzeug).

Die Bilder hat Arnulf Marquart-Kuron gemacht (wenn er mal gerade nicht spielen mußte). Mehr hat er auf seinem Fratzebuch – da stehen auch Kommentare wie „Martin, Deine Gitarre brennt“ (s.o)…

So sieht es aus, wenn der Festzug vorbei ist und der Betrieb losgeht. Foto: Martin Schlu @2014

So sieht es aus, wenn der Festzug vorbei ist und der Betrieb losgeht. Foto: Martin Schlu @2014

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6. September 2014, Bürger- und Beethovenfest in Beuel

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Im Vorfeld war klar, daß wir Solveig Palm und ihr Netzwerk „Ludwig van B.“ wieder unterstützen würden, weil die Eröffnung des Beethovenfestes im September mit über 1000 Kindern und Jugendlichen jedes Jahr eine ganz wichtige Sache ist. Außerdem hatten wir eine Bewerbung für das Beueler Bürgerfest laufen, bei der wir dachten, wenn wir das Programm am Samstag spielen, kann man es auch noch einmal verkaufen. Das Bürgerfest tat sich aber mit dem Beethovenfest zusammen und so schlugen zwei Klappen auf eine Fliege und wir spielten als Opener für das Beethovenfest und das Bürgerfest. Da wir seit ein paar Tagen einen Lagerraum mit Aufzug haben, wo man alles hin und her rollen kann, war das Laden auch kein Problem mehr. Schwieriger war es mit der neuen Tiefgarage unter dem Rathaus, den nach dem Ausladen sollten die Autos dort verschwinden, doch das Rolltor blieb eisern und zu (es hatte die ganzen Wochen vorher aufgestanden und man hatte dort umsonst parken können). Im Verlauf des Nachmittags standen die Autos dann halt auf der Rampe. Die Bühne selbst war riesig und strahlte Richtung Eisdiele und Bahnhof. Unsere Saxophonmafia spielte sich derweil schon mal ein:

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Der Soundcheck erfolgte schnell und professionell und weil wir genug Platz hatten, ging alles ganz entspannt – anderthalb Stücke gespielt und der Sound stimmte. Pünktlich um „zwöllev“ fingen wir an und konnten zugucken, wie die Leute stehenblieben und der Platz voller wurde. Im Verlauf des Programms kamen die Gesangstücke, bei denen Alex den Baß weglegen und singen muß und ich habe diesmal nicht (wie im Kunstgarten) auf meinem Instrument, sondern auf seinem alten Fender gespielt. Mach ich  nie wieder, der Jung‘ hat Kontrabaßsaiten drauf, daß man wirklich hart anschlagen muß, damit man überhaupt was hört (E-Bässe laufen über Induktion und können mit dem bißchen Silberdrahlt nix anfangen) und so hab ich nach drei Stücken zwei Blasen gehabt, eine gute Quote. Nach dem Auftritt noch ein Interview und viel Lob.

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Gespielt haben: Claudia Güldenring, Sahel Kashefi (Trompeten); Lara Heidenreich,(Flöte); Lea Kuron, Thomas Heumann, Nils Eckert, Oleg Pryydun (Altos), Daria Fischer, (Tenor); Arnulf-Marquardt-Kuron (Bariton/Tenor); Martin Schlu, Philipp Debus (Posaunen); Alex Roth (Bass und Gesang), Johannes Weber (Gitarre), Jens Eckert (Keyboards) und Yannik Bauer und Peter Schenke (Schlagzeug), 16 Personen.

Alle Fotos: Irene Kuron@ 2014

 

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Samstag, 23. September 2014, Godesberger Sommerfest.

Weil wir die letzten zehn Jahre immer um zwölf Uhr mittags das Sommerfest eröffnet hatten, hatte ich gefragt, ob wir nicht einmal einen späteren Termin kriegen könnten und so bekamen wir den Termin um achtzehn Uhr – sozusagen als Vorgruppe der „Sunny Skies“ . Weil diesmal nicht gefilmt werden sollte, mußten wir auch nicht das große Drum-Set einpacken und so war die Backline in meinem Auto und ich verließ mich darauf, daß Yannik sein Set  mitbringen würde. Blöderweise rief der mich zwei Stunden vorher an, mußte absagen und nun hatten wir noch anderthalb Stunden Zeit, irgendeinen Ersatz zu kriegen. Nach einem „Vielleicht kann ich ja,..“ war um viertel nach fünf klar, daß wir keinen Ersatz hatte, ich sauste noch schnell an der Schule vorbei, kriegte ein sehr (!) kleines Set irgendwie ins Auto, doch da war schon klar, daß ich heute selbst trommeln mußte. Beim Aufbau fiel noch auf, daß die Beckentasche im Streß in der Schule geblieben war und da konnte ich gleich wieder losfahren und als ich wieder an der Bühne war, hatte die Mannschaft alles schon so weit aufgebaut, daß ich nur noch Becken verschrauben und einstellen mußte.

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Wir spielten das normale Set von 60 Minuten, alles klappte irgendwie, weil ich zumindest das Tempo bestimmen konnte und wir haben es ganz passabel hingekriegt. Viele fanden uns recht gut und wir können auch wiederkommen. „Wo warst Du denn“, fragte mich Rope Schmitz später, „ich hab gedacht, Du spielst hier mit…“. Schlagzeuger verstecken sich meistens hinter ihren Aufbauten. Nein, er hatte mich schon gesehen und wir haben auch später zwischen unserem und seinem Auftritt noch viel zu erzählen gehabt. Auch von den anderen Sunny Skies gab es ein großes Kompliment. (MS)

Gespielt haben:  Sahel Kashefi , Marek Hauschild (Trompeten); Lara Heidenreich,(Flöte); Lea Kuron, Thomas Heumann, Nils Eckert, Oleg Pryydun (Altos), Jonas Görg, (Tenor); Arnulf-Marquardt-Kuron (Bariton/Tenor); Philipp Debus, Anna-Kira Westphalen (Posaunen); Alex Roth (Bass), Johannes Weber (Gitarre), Jens Eckert (Keyboards) und Martin Schlu (Schlagzeug), 15 Personen

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Dienstag, 18. August 2014 Kunst!Garten! , Bonn-Rheinaue

Wir waren ja mit dem Beueler Promenadenfest in die Ferien gegangen, hatten uns erholt, doch wir wußten, daß noch vor Schulbeginn ein wichtiges Konzert auf dem Plan stand, ein zweistündiger Auftritt im Kunst!Garten! Zwar ist der Kunst!Garten! nicht der Kunst!Rasen!, sondern ein paar Nummern kleiner, doch das Publikum dort ist verwöhnt und mindestens so kritisch wie die Dauergäste einen Kilometer weiter im Rheinauenrestaurant – oft sind es sogar dieselben. Also wurde parallel zum Vorferienstreß ein 120minütiges Programm erstellt und eine Woche vorher gab es zwei Sonderproben in den Ferien. Ob wir wirklich spielen würden, wußten wir nicht sicher – immerhin hatten wir im Vorjahr den Termin schon mal gehabt und dann kam – bei strömendem Dauerregen – zwei Stunden vorher die Absage. Daher wurde am Dienstag schon mal der Transporter beladen (wir nennen das „großes Besteck“, wenn das Schlagzeugrack und die Zusatzverstärker mitmüssen) und während ich meine erste Lehrerkonferenz hatte, mußten andere einladen. Draußen regnete es und die Prognose war wechselseitig.

Um viertel nach drei klarte es auf, Regen war für die nächsten vier Stunden nicht zu erwarten und von der Veranstaltungsleitung kam das ok. Um halb sechs stand der Krempel, wurde eingestellt und das Konzert startete pünktlich vor einem kleinen Publikum, das aber kräftig Beifall spendete.

2014, Kunstgarten1amq

 

Die Kameras schnitten die erste Stunde mit, dann waren die Akkus leer. Mittlerweile waren mehr Leute vorbeigekommen, saßen unter den Schirmen des Restaurants und als wir „Blues In The Night“ spielten, setzte ein sanftes Regenrauschen ein und mischte sich mit den leisen Bluespassagen – es war sehr stimmungsvoll. Der Regen hörte auch wieder auf und wir spielten ganz entspannt bis acht.

2014, Kunstgarten2amq

Gespielt haben Claudia Güldenring, Sahel Kashefi (Trompeten); Lara Heidenreich, Daniel Manrique-Smith (Flöten); Lea Kuron, Thomas Heumann, Nils Eckert, Oleg Pryydun (Altos), Daria Fischer, Laura-Maria Piakowski (Tenor); Arnulf-Marquardt-Kuron (Bariton/Tenor); Martin Schlu, Anna-Kira Westphalen (Posaunen); Alex Roth (Bass und Gesang), Johannes Weber (Gitarre), Jens Eckert (Keyboards) und Yannik Bauer (Schlagzeug), 17 Personen.

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Promenadenfest 2014

Samstag, 5. Juli 2014, 16:00-18:00  Beueler  Promenadenfest

Wir sollten ursprünglich nur eine dreiviertel Stunde spielen, jedoch fiel eine Band um 16:00 Uhr aus und so konnten wir über 100 Minuten auf der Bühne des Live-Liners von Albert Pinsdorf auftreten, bis die nächste Band aufbauen mußte. Durch das wechselhafte Wetter waren zwar nicht so viele Leute auf dem Fest wie sonst, aber es blieben ständig Menschen stehen und hörten zu. Bis auf zwei Trompeten spielten wir mit voller Besetzung und konnten deshalb zwischen klassischen Jazznummern von Duke Ellington bis Sammy Nestico und von Peter Herbolzheimer bis Gordon Goordwin wechseln. Zwischendurch legte Alex den Baß beiseite und sang zwei Titele von Joe Cocker und Chicago.

Auf der Halbzeit kam eine Fan an die Bühne, eine ältere Dame, die uns bei  Mozartstraßenfest vor drei Wochen fotografiert hatte. Sie hatte erfahren, daß wir hier spielen und steckte uns eine CD mit Fotos zu. Ein anderer Passant fotografierte uns, ließ sich die Visitenkarte geben  und mailte uns das untere Foto zu und Max Malsch war vom G.A. da und hatte uns auch geknipst. Schön war’s, gut gespielt wurde auch und nach der Sommerpause beginnen wir mit dem Konzert auf dem Kunst!rasen. Da legen wir noch zehn Titel drauf.

Brassrock auf dem Beuzeler Promenadenfest 2014

Die Band in ganzer Breite – soviel Platz haben wir selten. Foto: Wolfgang Hübner-Stauf © 2014

Gespielt haben: Sahel Kashefi, Claudia Güldenring (Trompeten); Lara Heidenreich (Flöte); Thomas Heumann, Nils Eckert (Altos); Daria Fischer (Alto und Tenor); Laura-Maria Piaskowski (Tenorsax); Stefanie Schmelzer (Bariton); Martin Schlu, Philipp Debus, Anna-Kira Westphalen (Posaune);  Alex Roth (Bass); Johannnes Weber (Gitarre); Jens Eckert (Keys und Piano); Yannik Bauer und (aus Japan wieder da) Peter Schenke (Drums).

Gespielt wurde:  Birdland  (Komposition:Joe Zawinul, Arrangement: Victor Lopez); – The Healer (Komposition: Wilton Gaynair; Arrangement: Peter Herbolzheimer); – Night Train (Text: Oscar Washington, Komposition: Jimmy Forest, Arrangement: Jerry Nowak);  – On Broadway (Text: Barry Mann Komposition: Leiber/Stoller, Arrangement: Jerry Nowak);  – Good Times (Komposition und Arrangement: Jerry Nowak);  – Fat Man Boogie (Komposition: Billy May, Arrangement: Peter Herbolzheimer),  – Gettin On With It (Komposition und Arrangement:Jerry Nowak), – Nice ’n Easy-Blues Komposition und Arrangement: Bob Mintzer),  – Summer In The City (Komposition: Steve Boone, John Benson Sebastian, Mark Sebastian, Mark Douglas Sebastian, John Sebastian  Arrangement: Martin Schlu),  – Blues In The Night (Text: Harold Arlen,  Komposition: Johnny Mercer,  Arrangement: Martin Schlu);  – Back Street Blues (Komposition und Arrangement: Sammy Nestico);  – Satin Doll  – (Komposition: Duke Ellington, Arrangement: Sammy Nestico);  – Hay Burner (Komposition und Arrangement: : Sammy Nestico);  – Backrow Politics (Komposition und Arrangement: Gordon Goodwin); – Harlem Nocturne (Text: Dick Rogers, Musik:Earl Hagen, Arrangement: Siegfride Ullrich);  – Two Seconds To Midnight (Komposition und Arrangement: Alan Baylock). Gesamte Setliste

Noch ein Bildschirmfoto vom General-Anzeiger online (Montag, 7.7.2014 – der Max Malsch kann es einfach!)

2014-07-08 um 17.49.49

 

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17. Juni 2014 Fronleichnam Remagen

2014 Fronleichnam amq21

Im letzten Jahr kam die Anfrage der Pfarre Remagen-Oberwinter, ob wir denn auch eine Fronleichnamsprozession spielen könnten. Da ich selber als Kind im Posaunenchor gelernt habe, die schon immer an diesem Tage als evangelische Einrichtung den katholischen Gemeinden ausgeholfen haben und dies die letzten vierzig Jahren so geblieben ist, habe ich zugesagt und einen Laufplan erstellt. Nix ist schlimmer, als während der Prozession laut raschelnd die Noten zu sortieren und darum gab es – wie bei den Martinszügen – ein Kärtchen wo alles drauf war.

Schnell war geklärt, daß die Remagener Pfarre gewöhnt ist, die Lieder flott durchzusingen (wie es eigentlich die Protestanten tun) und so brauchten wir keine katholischen Fermaten (eine Sache, die ich in vielen Jahren als Bläser am Bonner Münster kennengelernt habe, wo am Ende jeder Choralzeile die Gemeinde wartet, bis der Letzte angekommen ist). Der Weg war nicht lang, einige Lieder wurden ausgelassen, weil flott marschiert wurde und nach einer knappen Stunde waren wir wieder an der Kirche und wurden zum Pfarrfest eigeladen. Im nächsten Jahr nehmen wir für die letzten drei Lieder Sätze für Bläser und Orgel mit – das wird dann ein toller Abschluß (MS).

2014 Fronleichnam amq22_n

 Gespielt haben: Sahel Kashefi, Philipp Debus (Trompete), Nils Eckert, Daria Fischer und Arnulf Marquart-Kuron (Alto); Robin Marg (Tenor);  MS (Posaune).

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